2020_09_11 Apfel-Ernte, Teil 1

11.09.2020  Apfel-Ernte auf des Apfelkönigs Streuobstwiese

In diesem Jahr verzeichnen wir in unserer Gemeinde eine Rekord-Apfelernte, die sogar das Ergebnis des Jahres 2018 übertreffen könnte.

Die Bäume auf dem Grundstück unseres Baumwarts Josef Wilhelm und auf den Streuobstwiesen der Gemeinde hängen jedenfalls so voll, dass im Einzelfall armdicke Äste abgebrochen sind. Und im Gegensatz zu anderen Regionen sind die Früchte sogar saftig.


Diese Gelegenheit wollen wir nutzen, um während der Pandemie-bedingten Einschränkungen wenigstens etwas Zusatzeinkommen für die Vereinskasse zu generieren.

Horst Rosnati

So trafen sich am letzten Freitag etliche Vereinsmitglieder in der Schweizerwies, um Äpfel aufzulesen und zu pflücken.

Patrik Kelter

Horst Wittrin

Was die Wenigsten vorher wussten: Wir sollten Verstärkung bekommen von zwei Schülergruppen der Abteischule. Für deren Mitarbeiterinnen war es eine willkommene Gelegenheit, Abwechslung in den üblichen Ablauf der Nachmittagsbetreuung zu bringen.

Die zwei Gruppen waren im Abstand von gut fünf Minuten gekommen, hatten einen nur für sie geöffneten Eingang genutzt und machten sich anschließend auf den Weg zu den ihnen zugeordneten Einsatzgebieten - natürlich auch in gebührendem Abstand.


In diesem Zusammenhang ein Hinweis: Die hier veröffentlichten Fotos wurden von unserem Vorstandsmitglied Günter Block und Moni Hilt, Nachmtiitagsbetreuung der Abteischule, gemacht. Die Veröffentlichung der Fotos ist mit Frau Hilt abgesprochen.


Schon auf dem Weg zum Arbeitspaltz kamen die Schüler nicht aus dem Staunen raus ob der unterschiedlichen Farben und Größen der Äpfel. Prompt kam die Frage: "Dürfen wir auch einen Apfel essen?" Antwort: "Nein! Ihr sollt mehrere Äpfel essen! Wenn Ihr wollt, können es zwei, drei oder mehr sein".

Der Vorsitzende ist stolz: Wenigstens die Schülerinnen und Schüler hören ihm (mal) zu. Ein paar Instruktionen mussten ja sein.

·   Saubere Äpfel vorsichtig in die Kiste legen, faule Äpfel oder solche mit Würmern auf einen Haufen!“

·   „Möglichst keine Äste oder Blätter in die Kiste!“

·   „Nicht auf die Äpfel treten, also von außen in Richtung Baumstamm sammeln!"

Insbesondere die Erinnerung, dass sich Äpfel aus 2-3 Metern Entfernung nicht vorsichtig in Kisten legen lassen, war immer wieder mal notwendig. Trotz dieser mahnenden Hinweise waren  die Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung bei der S
ache.

Hier werden die Anforderungen vorbildlich umgesetzt.

Auf der großen Wiese ist genügend Platz für alle; hier verteilt sich die Gruppe Hilt. Corona soll keine Chance haben.

Er war stolz wegen seines Fundes. Ob die Marienkäfer den Apfel wegtragen oder direkt vor Ort (fr)essen wollten?

Ihr Eifer wurde durch eine tolle Idee nochmals gesteigert: Wettbewerbe wurden eingeführt!



Der erste: Welche der beiden Gruppen füllt mehr Kisten? Natürlich wurde die Information gestreut, die Parallel-Gruppe habe zwei Kisten mehr gefüllt. Das waren zwar Fake News, aber das stört heutzutage ja kaum noch; die Initiatoren grinsten und die Kinder waren angespornt.

Der zweite Wettbewerb hieß: die komplette Gruppe von Frau Hilt gegen unsere Kollegin Carmen Hümbert. Dass die chancenlos war, hat den Schülern richtig gut gefallen – uns auch. Die Belohnung der Wetbewerbssieger geht übrigens zu Lasten von Frau Hilt.


Vom Verein gereichte Erfrischungsgetränke und der Fruchtzucker der Äpfel beugten etwaigen Ermüdungserscheinungen vor.

Wer so viel arbeitet, hat auch mal 'ne Pause verdient.
"
Kummschde wat trinke?"

"Joo, haschd Recht - isch mach aach mool Paus un ess e Appel."

links: Der Hausherr kann kaum glauben, was er sieht: Sein AZuBi im xten Lehrjahr (rechts) hat eine tragende Rolle, transportiert Wasserflaschen.

Von Zwischendepots wurden die Kisten per Schubkarre an den geteerten Weg gefahren.

Zum Schluss standen deutlich mehr volle Kisten als erwartet auf der Wiese; toll!


Unser vorläufiger Dank an die Schüler bestand aus einer Kostprobe frischen Apfelsafts, von Josef Wilhelm und seiner Frau in der Vorwoche gepresst. Es gab noch ein paar Gruppenfotos und – verkehrte Welt! – die Kinder dankten mit "stillem Jubel" dafür, dass sie für uns arbeiten durften. Selbstverständlich werden wir uns dafür revanchieren.

eine der beiden Gruppen, zu Recht stolz auf die geleistete Arbeit

Die geernteten Äpfel lassen wir von den Kollegen vom OGV Friedrichweiler pressen. Die machen das seit vielen Jahren ganz hervorragend und erhielten wegen der Qualität des Saftes sogar schon Auszeichnungen.


Diesen Saft aus biologisch angebauten Äpfeln können Sie ab Anfang Oktober bei uns erwerben. Wann und wo genau, erfahren Sie in Kürze (auch) hier.


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