2021_03 Arbeit auf Streuobstwiesen

März 2021    Arbeit auf Streuobstwiesen unserer Gemeinde

Vorneweg ein Hinweis: Wg. technischer Probleme mit einer neuen Kamera sind Fotos diesmal Mangelware ; sorry!



Als Obst- und Gartenbauverein haben wir es in der aktuellen Pandemie vergleichsweise einfach: kein Vereinsheim, keine Halle, keine angestellten Trainer, Fixkosten halten sich in Grenzen – uns fehlen im Wesentlichen „nur“ die Treffen mit Mitgliedern und gelegentliche Zusatzeinnahmen.

 

Dafür dürfen wir uns noch dem eigentlichen Vereinszweck widmen, so wie an mehreren Tagen lim März bei der Pflege von Streuobstwiesen. Erstmals seit Jahren fanden wir die gesamten Flächen auf dem „Natzfeld“ und „Auf Sitters“ in einem gefahrlos begehbaren Zustand vor – die meterhohen Brombeerhecken waren entfernt worden.


Der Vergleich mit einem Golfplatz war zwar übertrieben, denn es gab mehr als 19 Löcher und die Bunker waren nicht mit Sand, sondern mit Wasser und Schlamm gefüllt. Dennoch waren wir hochzufrieden. Herzlichen Dank an die Verantwortlichen!Los ging es auf dem Natzfeld. Wir – Georg Gnadlinger, Hans-Georg Lüers und Karl Heinz Ratzel – trafen uns gegen 14:00 Uhr, ausgestattet mit allem, was man so zur Baumpflege braucht: „Giraffe“, Teleskop-Stange mit Aufsatzsäge, Astschere, Handsäge und Handschere.

 

Schon der erste Blick in die Bäume zeigte: Bis auf die wenigen, die wir in den Vorjahren hatten erreichen und bearbeiten können, waren sie verwildert und sollten dringend ausgelichtet werden. Wichtig für die Gesundheit des Baumes und seines Obstes ist, dass Licht und Wind in die Bäume kommen.


Anfangs hielten wir deshalb unter jedem neuen Baum Beratungen ab und besprachen die Vorgehensweise. Je länger wir aber arbeiteten, desto geringer wurde der Zeitbedarf für Abstimmungsgespräche.


Foto rechts:

Hans-Georg Lüers (li) und Georg Gnadlinger
nach den ersten Schnitten an einem der Obstbäume

Zugegeben: Anfangs bemühten wir uns noch, auch den letzten „Störenfried“, bspw. senkrecht nach oben oder unten wachsenden Triebe, zu entfernen. Hätten wir das durchgehalten, wären wir wohl bis Mitte April damit beschäftigt.

 

Auf dringende Empfehlung unseres zwischenzeitlich hinzugestoßenen Baumwarts Josef Wilhelm beschränkten wir uns aber bald auf die größeren Äste. Seine Warnung: Wenn wir zu viel von dem „Kleinzeug“ entfernen, dürfte sich der Baum mit vielen neuen Wassertrieben rächen. Unser neues Motto lautete also: Vor allem dickes Holz muss raus, Optik ist zweitrangig!

 

Das war die große Stunde von Hans-Georg („die Säge“) Lüers. Der hatte sich gleich zu Beginn die Teleskopstange geschnappt und zu seinem bevorzugten Werkzeug erklärt. Armdicke Äste sollten ihr zum Opfer fallen. Für Georg Gnadlinger blieben da nur die Daumen-dicken Triebe, die zahlreich quer durch das Geäst wuchsen und den Aufbau störten. Mit der Giraffe konnte er sie selbst in einer Höhe von 5-6 Metern erreichen.

So sammelte sich im Laufe der Stunden jede Menge Schnittgut auf der Wiese an, das von Bauhof-Mitarbeitern entfernt und gehäckselt werden wird.

 

Auf Sitters“ erkannten wir nach der Entfernmung der Brombeerhecken erstmals die Ausdehnung des Geländes und die Anzahl der Bäume - aus Termingründen schafften wir nur etwa die Hälfte der Bäume; die übrigen sollen nächstes Jahr folgen. An einem wurden wir gestalterisch tätig und entfernten 3 "Fahnenstangen", die dem Stamm in einer Höhe von gut 2 Metern entsprangen und viele Meter hoch ragten. Weg damit! Jetzt gilt es, aus den zu Neutrieben in wenigen Jahren denjenigen auszuwählen, der die alleinige Krone bilden soll.

Mitten in der Pandemie konnten wir so in kleinem Kreis im Freien unserem Hobby nachgehen und gleichzeitig Sinnvolles tun. Trotzdem hoffen wir darauf, irgendwann wieder gefahrlos mit vielen Leuten im Saal feiern zu können.

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